Wladimir Putin und die Mafia

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Wladimir Putin

Alexander Litwinenko war Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB und der Nachfolgeorganisation FSB. Im Jahr 2003 lief er zum britischen Geheimdienst MI6 über, dem er daraufhin als Informant diente. Er starb durch eine Vergiftung mit radioaktivem Polonium-210. Seine Ehefrau, Marina Litwinenko, berichtet in dem folgenden Beitrag über das System Putin mit seiner unvorstellbaren Korruption und kriminellen Energie.

Marina Litwinenko sagt, dass es außerhalb unserer Vorstellungswelt liegt, was in Russland passiert. Sie stellt fest, dass die Menschen in Deutschland sich die Korruption in Russland “wie Rost an einem Metall” vorstellen. Aber sie verstünden nicht, “dass in Putins Russland alles aus Rost besteht – und kein Metall mehr übrig ist”. Der Artikel von Boris Reitschuster berichtet vom “Zusammenwachsen von KGB und organisiertem Verbrechen an der Staatsspitze” Russlands.

“Der russische Staat ist nicht korrumpiert und nicht mit der organisierten Kriminalität verwoben. Er ist die organisierte Kriminalität”.

Nikolai Klimeniouk, russischer Autor.

Zur weiteren Vertiefung dieses Themas kann ich Ihnen das Buch “Putins verdeckter Krieg – Wie Moskau den Westen destabilisiert” empfehlen. In diesem Buch zeigt Boris Reitschuster auf, wie eine kleine Clique um Wladimir Putin sich an Privatisierungen und mit kriminellen Geschäften bereicherte und nun Russland weiter ausbeutet. Eine Mafia aus Wirtschaft, Bürokratie und Armee kontrolliert demnach den russischen Staat und versucht mit Hilfe von KGB-Methoden, “Troll-Fabriken” und eigenen Medien Einfluss auf Politik und Meinungsbildung in Europa zu gewinnen.