Wie unabhängig sind Faktenchecker?

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Wahrheit

Seit einigen Jahren versprechen sogenannte Faktenchecker, uns vor Fake News und Desinformation zu schützen. Doch wie unabhängig und objektiv sind diese Faktenchecker? Und wer finanziert diese Faktenprüfer? Einen spannenden und erschreckenden Einblick in diese Branche bieten Ihnen die folgenden Artikel. Ich verspreche Ihnen, dass sich der Zeitaufwand zum Lesen aller drei Artikel wirklich lohnt.

Im ersten Artikel stellt Rafel Lutz das internationale Faktenchecker-Netzwerk und seine Finanziers vor. Hier stößt man auf große Sponsoren wie die US-Regierung, die Bill und Melinda Gates-Stiftung, die George Soros’ Open Society Foundation, die Google News Initiative und den Ebay-Gründer und Milliardär Pierre Omnidyar. Ralf Lutz stellt fest, dass sich viele Akteure auf dem Markt der Wahrheitsfindung durch eine selektive Wahrnehmung sowie eine Nähe zur US-Regierung auszeichnen.

Prof. Michael Meyen stellt in dem zweiten Artikel die Frage, wofür wir Faktenchecker benötigen, wenn wir doch einen Journalismus haben, der vorgibt, objektiv, neutral und unabhängig zu sein. Über Fakten muss seiner Meinung nach gestritten werden, da jede Aussage über die Wirklichkeit subjektiv ist. Wer als Faktenchecker für die digitalen Plattformbetreiber, wie z. B. Facebook oder YouTube, arbeiten möchte, benötigt ein Zertifikat des International Fact-Checking Networks, das entscheidet, was gute Faktenchecker sind. Die Kriterien dafür fördern Propaganda statt Journalismus.

In dem dritten Artikel zeigt Norbert Häring auf, wie die EU die Digitalkonzerne mit der Androhung von Strafen und Regulierung dazu gebracht hat, die Sichtweise der Regierungen als “Wahrheit” zu verbreiten und andere Ansichten zu löschen oder zu verstecken. Dies hat zu einer Zensuroffensive auf Facebook, YouTube und Twitter geführt. Zusätzlich wurden die Digitalkonzerne verpflichtet, in Technologien zu investieren, die die “richtigen” Informationen in den Suchergebnislisten priorisieren. Die Faktenchecker aus dem internationalen Netzwerk liefern dabei Indikatoren für die Vertrauenswürdigkeit der Informationen.

Übrigens: Im Rahmen einer juristischen Auseinandersetzung mit Facebook über einen Warnhinweis des Faktencheckers Correctiv erklärte der Digitalkonzern dem Kläger, dass Fakten nur Meinungen sind.

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