Warum die 7-Tage-Inzidenz eine ungeeignete Kennzahl ist

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In den Medien wird Angela Merkel oft als Wissenschaftskanzlerin bezeichnet. Als gelernte Physikerin wird ihr sachliche Entscheidungskompetenz zugeschrieben. Daher erstaunt ihr Beharren auf der Sieben-Tage-Inzidenz als Kennzahl zur Messung des Corona-Virus-Infektionsgeschehens. Diese Kennzahl muss man als unwissenschaftlich und wenig aussagekräftig bezeichnen.

Deutschland startet heute mit der Einführung von Schnelltests, um die Ausbreitung des Corona-Virus besser zu kontrollieren. Damit wird die Zahl der COVID-19-Tests deutlich ansteigen. Im Falle eines positiven Schnelltests soll zusätzlich ein PCR-Test durchgeführt werden. Damit wird auch die Zahl der durchgeführten PCR-Tests steigen und es werden mehr Infektionen entdeckt werden. Somit wird die Sieben-Tage-Inzidenz selbst dann ansteigen, wenn sich das Infektionsgeschehen nicht verändert.

Angela Merkel ist eine kluge Frau. Ich gehe davon aus, dass ihr dieser Zusammenhang bewusst ist. Was beabsichtigt sie also mit ihrem Beharren auf der Sieben-Tage-Inzidenz?