Kronzeuge der US-Anklage gesteht Falschaussage gegen Julian Assange

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Gefängnis USA Flagge

Die Nachricht ist eigentlich eine “Bombe”. Ein Kronzeuge, der den Wikileaks-Gründer Julian Assange belastete, hatte seine Aussage frei erfunden. Seine Aussage hat er nun widerrufen. Er hatte diese als Gegenleitung für die Zusicherung von Straffreiheit von Seiten des US-Justizministeriums und des FBI gemacht. Der Journalist Julian Assange sitzt weiterhin ohne Verurteilung in einem Hochsicherheitsgefängnis in Großbritannien. Er hatte Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt.

In einem funktionierenden Mediensystem mit unabhängigen Medien wäre diese Nachricht vom 26. Juni prominent auf fast allen wichtigen Nachrichtenportalen publiziert worden. Immerhin handelt es sich bei der Inhaftierung Julian Assanges um einen massiven Angriff auf die Pressefreiheit. Tatsächlich war dies kaum der Fall. Auf den Nachrichtenportalen von Tagesschau, Frankfurter Allgemeine Zeitung, taz, Welt und Zeit Online konnte ich die Nachricht bis jetzt (7.7.2021) nicht finden. Wenigstens auf Spiegel Online wurde die Nachricht verbreitet.

Die Tagesschau veröffentlichte sogar Tage nach dem Bekanntwerden der widerrufenen Kronzeugenaussage einen neuen Artikel über Julian Assange, in dem sie die wichtige Neuigkeit einfach verschwieg. Auch die inzwischen widerlegten Vorwürfe wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung gegen Julian Assange werden dort noch einmal erwähnt, ohne darauf hinzuweisen, dass die Beweise dazu von den schwedischen Behörden manipuliert wurden und die Anklage daher fallengelassen werden musste als dies bekannt wurde.