Die Twitter-Blase

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Twitter-Blase

Twitter ist auch ein weltweiter Medientreff. Wer den heutigen Journalismus verstehen möchte, kommt an Twitter nicht vorbei. Auf Twitter haben die Menschen nur wenige Worte, um ihre Meinung zu sagen. Sie müssen dort zugespitzt formulieren, um möglichst großen Beifall ihrer Fans zu bekommen. Auf Twitter gibt es wenig Raum für Ausgewogenheit, ernsthafte Debatten kommen dort selten zustande. Der Rabbiner Pinchas Goldschmidt empfiehlt uns, die Twitter-Blase zu verlassen und besser miteinander statt übereinander zu reden.

Die Journalistin Fatina Keilani berichtet von ihren Erlebnissen mit einem Shitstorm auf Twitter. Sie hält die meinungsstarken Gruppe auf Twitter für eine Gefahr für die Pressefreiheit. Diese Gruppe sei bestens in den Redaktionen vernetzt und entwickele ungeheure Diskursmacht, mit der sie tief in die öffentliche Meinungsbildung eingreife. Irritiert sei sie, dass auch Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Sender hierbei mitmachten, denn Journalisten sollten keine Aktivisten sein.