Der Propaganda-Krieg der Supermächte

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Pentagon
Archivfoto: Das Pentagon – Hauptsitz des US-Verteidigungsministeriums

Können Sie mir sagen, wozu das US-Verteidigungsministerium 27.000 PR-Berater benötigt? Diese Anzahl an Spezialisten für Public Relations beschäftigte das Pentagon im Jahr 2009, wie der Schweizer Tagesanzeiger herausfand. Zum Vergleich, die größte Nachrichtenagentur der Welt, Associated Press (AP), beschäftigte im Jahr 2008 ungefähr 4.000 Mitarbeiter. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der PR-Berater des Pentagons heute noch höher liegt. Aber lesen sie am besten selbst:

Thomas Röper geht davon aus, dass vom Pentagon produzierte Nachrichten über die Nachrichtenagenturen auch in unsere Zeitungen und Nachrichtensendungen gelangen. Die Public Relations Aktivitäten des US-Verteidigungsministeriums kosteten die Steuerzahler schon damals 4,7 Milliarden Dollar jährlich.

Aber auch der russische Staat investiert umfangreich in die Manipulation von Meinungen. Lesen Sie dazu den Artikel über eine verdeckte Organisation in Russland, die die öffentliche Wahrnehmung durch Beiträge in sozialen Medien und durch das Kommentieren von Nachrichtenseiten beeinflusst.

Lyudmila Savchuk ließ sich als Mitarbeiterin bei der russischen Agentur für Internetforschung einstellen und brachte damit die russischen Desinformationsaktivitäten ans Tageslicht.

Einen lesenswerten Kommentar zu den Zielen russischer und chinesischer Propaganda schrieb Sönke Paulsen.

Er kommt zu dem Fazit, dass wir Europäer verstehen sollten, dass wir eigene Interessen haben, die nicht optimal bedient werden, wenn wir uns für oder gegen eine Supermacht entscheiden.