Der Anschlag auf Nawalny: Eine Machtdemonstration Putins?

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Wladimir Putin
Archivfoto: Wladimir Putin auf einer Pressekonferenz

Der Giftanschlag auf Alexej Nawalny gibt viele Rätsel auf. Handelte es sich um eine False-Flag-Operation westlicher Geheimdienste, um Putin als Schurken vorzuführen. Oder handelte es sich um eine Machtdemonstration Wladimir Putins an seine Gegner, um ihnen zu zeigen, dass sie selbst im Ausland nicht sicher sind. Für beide Sichtweisen gibt es gute Argumente und ich möchte beide hier zu Wort kommen lassen. Im folgenden Kommentar teilt Sönke Paulsen seinen Standpunkt zu diesem Thema mit uns.

Er vergleicht die vermeintlichen Mordanschläge des Kremls mit dem Vorgehen der Cosa Nostra in Italien und sieht darin eine Strategie Russlands, den westlichen Demokratien ihre Machtlosigkeit vorzuführen. Einen anderen Standpunkt vertritt Thomas Röper in diesem Beitrag:

In diesem Artikel wird der Anschlag auf Nawalny in eine Reihe von Ereignissen einsortiert, die dem Ansehen des russischen Präsidenten schaden und sich stets im Sommer, vor dem zentralen Wahltermin in Russland, ereignen. Welche der beiden Sichtweisen auf den Fall Nawalny die wahre Sichtweise ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Dazu ist die Beweislage für beide Standpunkte zu dünn.