COVID-19: Neue Erkenntnisse aus aktuellen Studien

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COVID-19

Geht es Ihnen auch so, dass Sie bei der Vielzahl an Zahlen, die in den Medien zur Gefährlichkeit des Corona-Virus genannt werden, den Überblick verloren haben? Auf der einen Seite finden Sie insbesondere in alternativen Medien Berichte über Studien mit vergleichsweise niedrigen Zahlen zur Infektionssterblichkeit von 0,1 oder 0,15 Prozent. Auf der anderen Seite der Zahlen-Skala finden Sie Medien, die die Anzahl der positiven PCR-Tests mit der Anzahl der COVID-19-Infizierten verwechseln und dann mit einer hohen Fallsterblichkeit Angst und Panik verbreiten.

Ich habe mich daher auf die Suche nach wissenschaftlichen Studien gemacht, um die Zahlenvielfalt für mich zu sortieren und auf ein sachliches Niveau zu bringen. Die folgenden Ergebnisse habe ich gefunden:

  • Die Ludwig-Maximilians-Universität München ermittelte in einer Studie, die in der Stadt München durchgeführt wurde, eine COVID-19-Sterblichkeitsrate von 0,47 Prozent der Infizierten. Prof. Hendrik Streeck kam in der etwas älteren Heinsberg-Studie auf eine Infektionssterblichkeit von 0,36 Prozent. Beide Zahlen wurden unter den Bedingungen ermittelt, dass ausreichend Behandlungskapazitäten zur Verfügung stehen.
  • Laut einer von dem Forschungs- und Informationsprojekt Swiss Policy Research zusammengetragenen Übersicht von internationalen Studien liegt die Sterblichkeit des Corona-Virus in den meisten Ländern zwischen ungefähr 0,1 bis 0,5 Prozent der Infizierten.
  • COVID-19 führte in den meisten westlichen Ländern zu einer um 5 bis 20 Prozent erhöhten Sterblichkeit, in einigen lateinamerikanischen Ländern jedoch um bis zu 100 Prozent. Dies fand ebenfalls Swiss Policy Research in seinen Untersuchungen heraus.
  • Gemäß einer Auswertung von wissenschaftlichen Studien durch Swiss Policy Research leiden ungefähr 10 Prozent der symptomatisch Erkrankten an einem Post-COVID-Syndrom (Long Covid), d.h. Symptomen und Erschöpfung, die mehrere Wochen oder Monate anhalten. Dies betrifft insbesondere auch jüngere und zuvor gesunde Menschen sowie Personen, deren ursprüngliche COVID-19-Erkrankung moderat war.

Da ich davon ausgehe, dass die Situation in München eher mit der in meiner Heimatstadt zu vergleichen ist, habe ich die von der Universität München ermittelte Infektionssterblichkeit von 0,47 Prozent nun zu meiner Zahl zur Einordnung des COVID-19-Sterberisikos gemacht. Dies würde bedeuten, dass im Durchschnitt einer von 212 Infizierten an COVID-19 stirbt.

Mir fehlt das notwendige Fachwissen, um die wissenschaftlichen Methoden der genannten Studien bewerten zu können. Daher empfehle ich Ihnen, sich zusätzlich auch aus anderen Quellen über die Gefährlichkeit und das Sterberisiko von COVID-19 zu informieren.